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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Birresborn

 

Am 5. November 1891 hatte ein Großbrand im Bereich der Fischbachstraße gewütet. Dabei brannten 6 Scheunen ganz ab, 4 weitere Gebäude wurden beschädigt. Bereits am nächsten Tag beschloss der Gemeinderat die Anschaffung einer neuen Saug- und Druckspritze. Ganz so schnell ging es dann doch nicht weiter.
Die Freiwillige Feuerwehr Birresborn wurde im Jahr darauf, also 1892, gegründet. Der Gerber Ebentheuer wurde erster „Hauptmann“, wäre also heute Wehrführer. Die neue Spritze wurde 1909 geliefert; diese ist bis heute funktionsfähig erhalten. Bei der Anerkennung der Feuerwehr im Jahr 1907 waren bereits ca. 40 Mitglieder aktiv tätig. Diese Zahl blieb über die vielen Jahre, mit Ausnahme der beiden Kriege und der Zeit der französischen Besatzung nach dem zweiten Weltkrieg, immer relativ konstant.
1934 wurde zusätzlich eine Motorspritze beschafft, die gegen Ende des Krieges von vorrückenden Truppen konfisziert wurde. 1954 wurde dann ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 (Aufbau Metz auf Opel Blitz) beschafft, welches 1974 durch 2 Tragkraftspritzenfahrzeuge TSF (Aufbau Ziegler auf Ford Transit) ersetzt wurde. 1995 wurden dann die beiden TSF durch ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 (Aufbau Schlingmann auf Mercedes Benz) ersetzt. Seit 1978 war der Opel Blitz zu einem Gerätewagen für Waldbrandgeräte umfunktioniert worden. Für diese Funktion wurde 1983 von der Bereitschaftspolizei ein ausgemusterter Hanomag AL 28 mit Kofferaufbau beschafft, der auch in Eigenleistung umgebaut wurde. Da keine Unterstellmöglichkeit für den Opel Blitz vorhanden war, musste dieser schweren Herzens verkauft werden. Der Hanomag wurde 1999 durch ein gebrauchtes LF 8 mit Allradantrieb (Aufbau Ziegler auf Mercedes Benz) ersetzt.
Bereits in den fünfziger Jahren war ein Rettungsboot vorhanden, das 1986 mit einer schwimmenden Ölsperre ergänzt wurde und auf einem Anhänger verlastet ist.
Nach langen Jahren verschiedener Provisorien bei der Unterbringung konnte 1966 ein neues Feuerwehrgerätehaus in der Fischbachstraße bezogen werden. Mit dem umfangreicheren Fuhrpark, den größer werdenden Fahrzeugen und der engen Ausfahrt wuchsen jedoch die Probleme, so dass seit Anfang der neunziger Jahre ein neues Feuerwehrhaus geplant wurde. Dieser Neubau in der Bahnhofstraße wurde im Oktober 2001 bezogen.